Desinfektion/Hygiene bei HvO-Gruppen

    • Überfliaga wrote:

      merkur.de/lokales/garmisch-par…r-notfaelle-13846502.html

      Dass es so ein System in Bayern noch gibt, wo man mit Privatfahrzeugen zum Einsatzort fährt und dann mit offensichtlich oder mutmaßlicher Verschmutzung der Einsatzklamotten wieder nach Hause?!
      Das Ganze ist derzeit als Testphase zu sehen. Und da es im KV GAP immer recht schwierig ist, für EA-Nicht-KatS-Aufgaben Unterstützung zu bekommen, läuft das erstmal innerorts mit Privat-Pkw. Es bringt ja nix, aus Vereinsgeldern ein HvO-Fahrzeug anzuschaffen und dann festzustellen, dass der HvO dort keinen Sinn macht.

      Und ja: bei positivem Abschluss ist ein Einsatzfahrzeug geplant.

      Darüber hinaus fahren fast ausschließlich alle HvO-Gruppen, die mit separaten Einsatzfahrzeugen und nicht mit solchen aus dem erweiterten RD oder dem KatS ihre Dienste von zu Hause aus. Das Argument Einsatzklamotte könnte man daher also auf gut 90 Prozent aller HvO-Gruppen in der Bundesrepublik ausweiten.
    • Nur weil viele es falsch machen wird es nicht richtiger.

      Ich kenne eine HvO-Gruppe, die es richtig macht: Nur im Einsatzfall wird nach Alarmierung ein Overall drüber gezogen, der dann nach Dienstende in der KV-eigenen Wäscherei desinfizierend nach RKI gewaschen wird. Ist schon mal um Magnituden besser als dieses in Einsatzkleidung zuhause rumsitzen und dann vor allem ohne Umziehen nach dem Einsatz auch wieder dorthin zurückzukehren.
    • Diskussion wurde aus dem Leitstellenthread ausgelagert und kann gerne hier fortgeführt werden.
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      Auch interessant: FAQ
    • Das ganze ist ein Testprojekt und die HvO Gruppe wird auch nur im eigenen Ort und nicht außerhalb eingesetzt.

      weiterhin fahren eig. alle HvO kräfte immer von daheim aus (ausnahme sind diejenigen die kein eigenes Fahrzeug haben)

      dens wrote:

      ls dieses in Einsatzkleidung zuhause rumsitzen und dann vor allem ohne Umziehen nach dem Einsatz auch wieder dorthin zurückzukehren.
      Also ich weiß ja nicht was du machst, aber wenn ich HvO dienst habe sitze ich mit sicherheit nicht in Einsatzklamotte daheim rum sondern ziehe diese bei alarmierung an. Die zeit hat man leicht, dauert ja keine halbe stunde
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      Und wo geht die angezogene Kleidung nach dem Einsatz hin? Wieder nach Hause, davor noch schön ins Auto auf den Sitz und die Armaturen :rolleyes:

      So ein bisschen „schwarzer“ mrsa oder esbl auf der heimischen Couch sorgt für arbeitsfeeling in den eigenen 4 Wänden <3
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      Also in dem genannten HvO der das vorschriftsgemäss und sinnvoll betreibt lagert der Overall genauso wie die Stiefel während des Dienstes in einer Plastikbox entweder in der Garage oder im Fahrzeug.
      Und fertige Desi-Tücher und Händedesinfektion sind jetzt kein Hexenwerk...
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      Wie ist denn das Verfahren bei den anderen, üblichen HvO-Gruppen, die über ein Dienstfahrzeug verfügen? Ziehen diese sich vor dem Dienstfahrzeug um, dass beim Helfer vor dem Haus steht (ggf. auch im strömenden Regen), oder fahren diese auch in Dienstkleidung von zu Hause und auch nach Hause? Sie werden sich ja sicher nicht in einer Wache aufhalten, oder?

      Ich frage auch daher, da ich nur First-Responder-Systeme kenne, die von einer Feuerwache aus operieren. Hauptamtlich, also Berufsfeuerwehr HLF oder ehrenamtlich, durch eine freiwillige Feuerwehr vom Gerätehaus mittels eines HLF oder MTW. Das bedeutet, dass die Dienstklamotten niemals das private Heim erreichen.
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      Die Gruppe von der ich berichte hat das Glück das jede:r Helfer:in einen überdachten Fahrzeugstellplatz (Garage, Carport) hat und sich somit das Problem nicht stellt. Es wird sich also vor Status 3 umgezogen.
      Aber selbst wenn kann man sich ja im Hausflur den Overall oder die Kleidung ausziehen um dann zumindest nicht komplett in die Wohnung damit zu gehen.
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      dens wrote:

      Aber selbst wenn kann man sich ja im Hausflur den Overall oder die Kleidung ausziehen um dann zumindest nicht komplett in die Wohnung damit zu gehen.
      So wird es bei den meisten Heimfahrern sein. Ins Wohn- oder Schlafzimmer wird die Kleidung kaum wer mitnehmen.
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      Nach dem Dienst in voller Montur ins Auto und heim, oder mit der Montur auf dem Fahrrad durch die halbe Stadt zur Arbeit, alles schon gesehen.


      Toppt aber alles nicht meinen All-Time Favorite:
      200km von zuhause in voller Montur mit einsatzjacke und Melder bei 32 Grad auf der Rettmobil in Fulda, für mich das Zusammenkommen der Creme de la Creme der Ehrenamtshypertrophie.
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      dens wrote:

      Die Gruppe von der ich berichte hat das Glück das jede:r Helfer:in einen überdachten Fahrzeugstellplatz (Garage, Carport) hat und sich somit das Problem nicht stellt. Es wird sich also vor Status 3 umgezogen.
      Ganz ehrlich? Das finde ich auch nicht so viel besser. Auch in meiner Garage möchte ich keine MRSA verseuchte Einsatzkleidung haben...

      Manu Schwarzenberger wrote:

      So wird es bei den meisten Heimfahrern sein. Ins Wohn- oder Schlafzimmer wird die Kleidung kaum wer mitnehmen.
      Wie der Kollege schon sagte: Hoffentlich...
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      RFSW wrote:

      Auch in meiner Garage möchte ich keine MRSA verseuchte Einsatzkleidung haben.
      Du fährst auch niemals Bus oder Bahn und gehst nicht in Einkaufszentren?

      _____________

      Diese ganze Diskussion ist doch so ein fall für sich, im Hauptamt zeihst du dich auch nicht nach jedem einsatz um und lungerst auf der Wache rum. Im Ehrenamt hast du also wenn du das Fahrzeug daheim hast deutlich bessere Hygiene möglichkeiten.

      Die kollegen die dieses FR konzept fahren haben auch entsprechende konzepte!
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      Burner921 wrote:

      Diese ganze Diskussion ist doch so ein fall für sich, im Hauptamt zeihst du dich auch nicht nach jedem einsatz um und lungerst auf der Wache rum. Im Ehrenamt hast du also wenn du das Fahrzeug daheim hast deutlich bessere Hygiene möglichkeiten.
      Bei meinem alten Arbeitgeber so gewesen nach dem Einsatz wenn man aus der Halle raus wollte in der Schleuse Innendiensthose und zweites paar Sicherheitsschuhe angezogen und man durfte weiter in die Wache. Wer mit der roten Hose in der Wache rumlief wurde direkt standesrechtlich erschossen :D
      Leitstelle Ennepe, kommen Sie!


      Avatar Leitessen, Chr2, Grisu118 und Westfale
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      FaRa wrote:

      200km von zuhause in voller Montur mit einsatzjacke und Melder bei 32 Grad auf der Rettmobil in Fulda, für mich das Zusammenkommen der Creme de la Creme der Ehrenamtshypertrophie.
      Naja, die Klamotten sind ja sauber. Solche Kandidaten haben ja meist keine echten Patienten gesehen... ;-P

      RFSW wrote:

      Auch in meiner Garage möchte ich keine MRSA verseuchte Einsatzkleidung haben...
      Irgendwo musste die Schwarz-Weiss-Trennung machen. Und in der Garage ablegen und dann wieder in die Plastikkiste tun ist immer noch besser als in der Wohnung...

      Man wird nie ohne jedes Mal frische Klamotte und Duschen eine richtige Schwarz-Weiss-Trennung hinbekommen. Aber man kann dafür sorgen dass das Hellgrau der Wache möglichst weiss ist und nicht einfach alles zu nem Dunkelgrau bis Schwarz-Bereich machen...
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      Man darf aber auch gerne mal die Kirche im Dorf lassen.

      1. Hat ja nicht jeder Patient automatisch irgendeine anteckende Krankheit, so dass auch die Aussage von @Burner921 als wichtig zu betrachten ist: Im hauptamtlichen Rettungsdienst, Sanitätsdienst, Krankenhaus, Arztpraxis etc. zieht sich das Personal auch nicht nach jedem Einsatz um und, verrückt, geht in Dienstkleidung in die Aufenthaltsräume.

      2. Wenn man auf multiresistente Erreger abzielt, ist der Hauptgrund dafür, dass im Rettungsdienst regelmäßig desinfiziert und die Kleidung entsprechend aufbereitet wird, nicht die Vermeidung des Verschleppens nach Hause, sondern zum nächsten, ggf. immunsupprimierten Patienten. Im übrigen der gleiche Grund, warum auch in Corona-Zeiten die Desinfektion zu Hause völliger Nonsens ist, wenn nicht gar schädlich.

      3. An die "Immer umziehen und alles desinfizieren"-Fraktion: Wie soll denn der zukünftige Umgang mit dem Zufallsersthelfer sein, ob Angehöriger, Passant oder "ist hier ein Arzt an Bord"-Mensch? Kommt ab jetzt zu jedem Einsatz der AB-Dekon und verteilt nach der desinfizierenden Dusche Jogging-Anzüge?

      4. Gibt im übrigen auch genügend HvO-Systeme, bei denen sich aufgrund der geringen Einsatzzahl gar kein Dienstplan lohnt bzw. die entsprechenden freiwilligen Kräfte gar nicht darauf festlegen lassen wollen. Getreu dem Motto: Wenn jemand da ist, kommt einer, haben gerade alle Urlaub, dann halt nicht. Immer noch besser, als wenn nie einer kommt. Und im Einsatzfall erst irgendwo hinzufahren, sich umzuziehen und ein Einsatzfahrzeug zu holen, widerspricht irgendwie dem Grundgedanken des "First" oder "Fast Responders".

      5. Sollte der HvO dann doch mal, ohne Vorwarnung, einer ernsteren Sache wie TBC und Co. ausgesetzt sein, wird ihn wohl niemand im Regen stehen lassen, selbst wenn es da im jeweiligen Bereich kein stehendes Konzept zu gibt. Wobei ich manchmal an meiner Aussage selbst zweifele, weil es immer mehr Leute gibt, die stumpf sagen: "Das steht nirgendwo, also wird das auch nicht gemacht." Hirn anschalten!
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