Verhalten von Fahrzeugen während Transportstopps

    • Verhalten von Fahrzeugen während Transportstopps

      Welche Methode wollt ihr haben? 41
      1.  
        1 (0) 0%
      2.  
        2.1 (2) 5%
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        2.2 (30) 73%
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        2.3 (7) 17%
      5.  
        andere (bitte posten) (2) 5%
      Was sollen Fahrzeuge während der Sichtung bei nem MANV, während derer ja häufig Transportverbote verhängt sind, machen, wenn ihr Patient 100 % erreicht hat? Mir fallen da diese Möglichkeiten ein:








      1. Gar nichts. Einfach warten, bis die Sichtung vorbei ist und dann den Patienten abtransportieren.
      2. Den nächsten unbehandelten Patienten behandeln. Mir fallen zwei Möglichkeiten ein, was getan werden soll, wenn während der Behandlung (Transportfähigkeit < 100 %) das Transportverbot aufgehoben wird:
        1. Die Behandlung sofort abbrechen und den ursprünglichen Patient, der ja bei 100 % war, abtransportieren.
        2. So lange beim neuen Patienten verweilen, bis ein tatsächlich freies Fahrzeug den Patienten übernimmt, ODER der Patient ebenfalls 100 % erreicht. Dies neue, freie Fahrzeug muss ein Fahrzeug sein, dass diesen zweiten Patienten auch tatsächlich abtransportieren würde (ein KTW würde also kein Polytrauma übernehmen).
        3. So lange beim neuen Patienten verweilen, bis ein tatsächlich freies Fahrzeug den Patienten übernimmt. Gleiche Fahrzeugbedingung wie bei 2.2.

      Um zu verhindern, dass die ganzen Fahrzeuge nach dem Transportstopp gleichzeitig losfahren, lässt sich ein zufälliges Zeitfenster zwischen 30 und 120 Sekunden oder so einbauen.

      Falls jemand einen anderen Vorschlag oder eine Variante dazu hat, kann das hier natürlich geposted werden.

      The post was edited 1 time, last by Jakkal ().

    • Ich bin der meinung das da Grundlegend was falsch Läuft.
      Mir wird immer eingebläut das die Patienten mit den schwersten Verletzungen zuerst behandelt werden.
      Somit sichtet ein Fahrzeug (oder die Besatzung eher gesagt) und macht die einteilung der schon vorhandenen Kräft (quasi EL)
      Da ich mal davon ausgehe das bei einem MANV mehr als 1 Patient ein NEF benötigt schätze ich mal der ein bereits eingetroffener KTW sich erst an den NEF-Pat ranmachen sollte.
      Anschließend wird der Schwerverletzte übergeben und die KTW besatzung geht zum nächsten.

      Oder interpretiere ich hier Sichtung falsch?
    • Ich finde es unrealistisch, bei 100% zum nächsten Pat. zu gehen, denn 100% heißt ja nicht gesund.
      Überspitzt würde das heißen, der NAW versorgt das Polytrauma und wenn es transportfähig ist, lässt er es liegen und versorgt die Schulterprellung.
      In der Realität würde hier der Zustand wohl wieder schlechter werden. Insofern finde ich beide 2-Versionen nicht so gut.

      Ich finde, da wir nur mit Regel-RD arbeiten können sollten als Maßstäbe auch die Individualmedizin Maßstab sein, d.h. 1 Pat kriegt eine Besatzung (+ggf. NA).
      Das soll nicht heißen, dass ich nicht für eine Parallelversorgung bin, aber die Besatzung darf den Pat. nicht komplett verlassen, so wie in 2 vorgeschlagen.
      Dann darf das Fzg. aber auch erst abrücken, wenn auch sein zweiter Pat. eine eigene Besatzung hat / bzw. genug NA für alle Na-pflichtigen Pat. da sind.

      Das Zeitfenster beim Transportstopp finde ich gut.
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      Auch interessant: FAQ
    • Gamma: So wie du es beschreibst, ist es bei MANVs (und allen anderen Einsätzen) schon umgesetzt. Ich mein damit, dass quasi die Patienten nach Verletzungsgrad absteigend sortiert sind und eintreffende Fahrzeuge die Patientenliste von oben nach unten "abarbeiten", auch wenn es eventuell bei einem Patienten erst mal nur eine Erstversorgung ist (alles unabhängig vom aktuellen Sichtungsstatus).

      Aber das bringt mich auf einen anderen Punkt: Eigentlich wärs ja realistischer, wenn sich neu eintreffende Fahrzeuge sich bei einer unübersichtlichen Lage zufällig Patienten rauspicken und nicht immer den, der am schwersten verletzt ist. Erst wenn die Sichtung abgeschlossen ist, sollten die Fahrzeuge am Einsatzort neu priorisieren, oder?
    • Serhan wrote:

      Erst wenn die Sichtung abgeschlossen ist, sollten die Fahrzeuge am Einsatzort neu priorisieren, oder?
      Auch gut, die Schwerverletzten werden ja evtl. auch erst später gefunden.

      Etwas anders, gehört aber auch zur MANV-Diskussion:
      Man kann ja jedem Pat. ein KH auch speziell zuweisen. Bisher gibt es das Problem, dass die KH des Landkreises von Pat. überannt werden, während in Echt verteilt wird.
      Ich würde vorschlagen, dass z.B. max. 2-4 Polyrauma in LB / Btgh. bleiben und dem Rest umliegende Maximalversorger zugewiesen werden, wäre dann zwar relativ starr, kommt aber der Realität ein Stück näher. Das gleiche gilt für Mittelschwer-Verletzte und Leichtverletzte.

      Hoffe die Idee ist verständlich formuliert.
      Ich nehme an für vollkommene Realtätsnähe müsste man quasi im Hintergrund eine Maximalkapazität hinterlegen, damit Fzg. eine Überfüllung erkennen und das nächste KH danach anfahren?
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    • F. Köhler: Die neue Umfrageoption 2.3 sollte deinen Vorschlag erfassen.

      F. Köhler wrote:

      Etwas anders, gehört aber auch zur MANV-Diskussion:
      Man kann ja jedem Pat. ein KH auch speziell zuweisen. Bisher gibt es das Problem, dass die KH des Landkreises von Pat. überannt werden, während in Echt verteilt wird.
      Ich würde vorschlagen, dass z.B. max. 2-4 Polyrauma in LB / Btgh. bleiben und dem Rest umliegende Maximalversorger zugewiesen werden, wäre dann zwar relativ starr, kommt aber der Realität ein Stück näher. Das gleiche gilt für Mittelschwer-Verletzte und Leichtverletzte.

      Hoffe die Idee ist verständlich formuliert.
      Ich nehme an für vollkommene Realtätsnähe müsste man quasi im Hintergrund eine Maximalkapazität hinterlegen, damit Fzg. eine Überfüllung erkennen und das nächste KH danach anfahren?

      Komplett andere, aufwändige, gute Idee, die in ein anderes Thema sollte. :)
    • Grundsätzlich eine sehr interessante Idee. Aber: Wir arbeiten hier nur mit der Regelrettung.
      In der Realität gibt es einen Transportstopp, damit der OLRD bzw. OrgL. entscheiden kann, wer dringend weg muss und dann auch ein Fahrzeug da ist. Insofern fahren durchaus auch früher Fahrzeuge los (aber eben keine KTW...). Außerdem erfordert das "Weitergehen" an den nächsten Patienten, dass sich immer noch jemand um den ersten kümmert, denn der war ja mal immerhin Kat. 1 bzw. ROT.

      Am realistischsten fände ich es also, wenn die Fahrzeuge sich die am schwersten Verletzten schnappen und diese Behandeln. Trifft ein Fahrzeug ein, das besser für den Patienten geeignet ist, dann übernimmt dieses die Behandlung. Bezüglich des Abtransports würde ich sagen, dass Fahrzeuge am Einsatzort verbleiben, wenn noch unversorgte Patienten dort sind. Sobald für jeden jemand da ist (egal welche Quali) können die ersten Fahrzeuge starten, wenn sie die geforderte Quali haben.
      Leitfunkstelle Gießen - lstsim.de/leitstellen/305/
      Wiki-Seite - wiki.lstsim.de/LFSt_Gie%C3%9Fen
    • Sollte man vielleicht nicht gleich auch die Prämisse aufgeben, dass jeder Pat. nach individualmedizinischen Gesichtspunkten vesorgt wird? Soll konkret heißen keine Rea-Maßnahmen beim MANV (so ist bei mir in Real zumindest die Richtlinie).

      @status3: gute Gedanken, in der Umsetzung dürfte es aber wohl daran scheitern

      Status3 wrote:

      Sobald für jeden jemand da ist (egal welche Quali) können die ersten Fahrzeuge starten, wenn sie die geforderte Quali haben.
      Das hieße für einen Beispiel MANV mit 12 Verletzten um 1 Uhr Nachts, dass ich alle Fahrzeuge des Landkreises +4 weitere zugleich am EO haben müsste, bevor irgendjemand losfahren könnte. Damit würde jede Vorhaltungs-Taktik während eines MANV ad absurdum geführt.
    • Es ist ja nunmal wirklich so, dass ich, zumindestens in den ersten 10 - 20 Minuten, vor allem nachts, viel weniger Personal und Material an so einer Einsatzstelle habe als ich bräuchte. Im Normalfall geschehen dann zwei Dinge gleichzeitig:

      1. Bis auf das sichtende Fahrzeug splitten sich die Besatzungen, um so viele Erstversorgungen wie möglich durchführen zu können (d.h. 2 Patienten pro KTW/RTW/NEF, 3 pro NAW). Das kann natürlich nicht ewig so laufen, polytraumatisierte brauchen wiederum mehr als einen Betreuer. Daher denke ich mal hier nicht so umsetzbar.

      2. Ist ein Patient einigermaßen stabil (Arterielle Blutungen unterbunden, Wunden verbunden, evtl. Zugang gelegt etc. pp.), wird er an Polizei/Ersthelfer/Praktikanten übergeben, die sich kümmern und ihn beobachten sollen. Und es wird sich um den nächsten gekümmert. Ist dieser stabil, kommt Nummer 3 (wenn bisher unversorgt) usw. Sind alle einmal versorgt und es sind immer noch nicht genügend Rettungsmittel vorhanden, werden die bisherigen Patienten "abgelaufen", um den Verlauf zu kontrollieren.

      Daher bin ich für Variante 2.2, wenn ich die richtig verstanden habe. Habe ich z.B. 7 Patienten, vor Ort sind 3 RTW und ein NEF, NEF sichtet, die RTW kümmern sich um ihren 1. Patienten, dann um den 2. und Nummer 7 blaibt liegen, selbst wenn die anderen 6 auf 100 % sind? Kann ja irgendwie nicht sein.
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    • fentanyl1mg wrote:

      Das hieße für einen Beispiel MANV mit 12 Verletzten um 1 Uhr Nachts, dass ich alle Fahrzeuge des Landkreises +4 weitere zugleich am EO haben müsste, bevor irgendjemand losfahren könnte. Damit würde jede Vorhaltungs-Taktik während eines MANV ad absurdum geführt.
      Ja, das ist in der Tat ein Problem. Die Lösung wäre die Implementierung einer SEG, die eben auch dann weiter versorgen kann, wenn die ersten Fahrzeuge transportieren. Da das aber vorläufig noch nicht passieren wird, bleibe nur, dass die Fahrzeuge erstmal einen nach dem anderen Behandeln und dann, wenn wir nur 100er haben, den ersten mitnehmen.
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    • Rotkreuz Olpe wrote:

      2. Ist ein Patient einigermaßen stabil (Arterielle Blutungen unterbunden, Wunden verbunden, evtl. Zugang gelegt etc. pp.), wird er an Polizei/Ersthelfer/Praktikanten übergeben, die sich kümmern und ihn beobachten sollen. Und es wird sich um den nächsten gekümmert.



      100%≠stabil, zumindest ist es nicht grundsätzlich gleichzusetzen, daher ergeben die ganzen 2er Varianten, wie F. Köhler schon gesagt hat, keinen Sinn. 1. mag vielleicht auch nicht der Realität entsprechen. Dort ist es aber so, dass solche Situationen immer Einzellfallentscheidungen sind und die wiederum von sehr vielen Faktoren abhängen. So etwas wird man mMn nicht in einer Simulation abbilden können...
    • 100 % heißt für mich, der Patient ist fertig versorgt (im Normalfall würde er jetzt abtransportiert). D.h. ich kann jetzt entweder blöd danebensitzen oder mich um jemand anderen kümmern, dem es schlechter geht und zwischendurch mal vorbeischauen, ob die Infusion noch läuft. Irgendjemand bleibt halt daneben sitzen und sagt mir Bescheid, wenn es Probleme gibt (Polizei/Ersthelfer/Praktikanten etc.)

      Aber es kann mir keiner erzählen, dass er zu zweit neben einem Patienten sitzenbleibt, dem man z.Z. nicht weiter helfen kann und ein paar Meter weiter verreckt jemand (Variante 1)

      Zu der ganzen Sache noch: Wir stehen momentan vor drei neuen (absolut realistischen) Problemen (die auch alle was mit dem Transportstopp zu tun haben).

      Nummer 1: Durch einen Transportstopp (realistisch) werden noch mehr Kräfte noch länger gebunden. Daher wäre hier die Einbindung weiterer KTW/RTW von Nutzen (ohne neue Fahrzeugfunktionen für GW-San etc. programmieren zu müssen). Ob man diese jetzt Reserve-/Ehrenamt-/Bereitschafts-/SEG- oder Hintergrund-K/RTWs nennt, ist ja erstmal egal. Andere Lösung wäre etwas, was ich nicht weiß ob es das in LB oder CO gibt. In NRW gibt es das Konzept der Ü-MANV-S Einheit. Das sind Fahrzeuge des Regelrettungsdienstes aus anderen Kreises (1 NEF 2 RTW 1 KTW), die auch schon mal aus Kreisen 2. oder 3. Entfernung angefahren kommen. Das heißt in anderen Kreisen anrufen und nicht nach einzelnen Fahrzeugen fragen müssen, sondern nur diese Einheit anfordern. Aber wie gesagt, ich weiß nciht, ob es das in LB oder CO gibt.


      Nummer 2: Durch die Sichtung verzögert sich so ein Einsatz ganz schön. Zudem ist ein Fahrzeug (NEF) länger nicht an der Behandlung beteiligt, was Nachts besonders blöd ist. Hier käme wieder die Idee von LNA/OrgL (oder andere Bezeichnungen fürs gleiche System) ins Spiel.
      Funktion LNA: löst das NEF ab, Sichtung beschleunigt sich etwas
      Funktion OrgL: hat den Überblick über bereits angeforderte und alarmierte Kräfte (müsste man dem sichtenden Fahrzeug nehmen). Kann dafür sorgen, dass kritische (NA)-Patienten bereits während des Transportstopps abtransportiert werden

      die Funktionen sind nur Vorschläge, aber auch im wahren Leben sind die beiden für Übersicht und Geschwindigkeit da

      Nummer 3: im Realfall ist zumindest das ersteintreffende Fahrzeug, wenn nicht noch andere, nach der Erstbehandlung platt. Da ist kein Material drauf, ein Transport scheint eigentlich nicht möglich. D.h. sobald der Transportstopp aufgehoben ist, dürfte(n) dieses/n Fahrzeug(e) eigentlich für den Transport nicht zur Verfügung stehen
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    • Rotkreuz Olpe wrote:

      100 % heißt für mich, der Patient ist fertig versorgt (im Normalfall würde er jetzt abtransportiert). D.h. ich kann jetzt entweder blöd danebensitzen oder mich um jemand anderen kümmern, dem es schlechter geht und zwischendurch mal vorbeischauen, ob die Infusion noch läuft. Irgendjemand bleibt halt daneben sitzen und sagt mir Bescheid, wenn es Probleme gibt (Polizei/Ersthelfer/Praktikanten etc.)

      Aber es kann mir keiner erzählen, dass er zu zweit neben einem Patienten sitzenbleibt, dem man z.Z. nicht weiter helfen kann und ein paar Meter weiter verreckt jemand (Variante 1)


      Wie schon gesagt ist das eine sehr komplexe Einzelfallentscheidung. Natürlich gibt es den Patienten, bei dem man nur blöd daneben sitzen muss. Dann gibt es aber eben auch den Patienten, der eine Narkose bekommen hat, intubiert ist und von mir aus auch noch katecholaminpflichtig ist. Der würde dann mit Sicherheit nicht an Polizei/Ersthelfer/Praktikant übergeben werden. Und leider liegen zwischen diesen beiden Beispielen auch noch ganz viele andere Patienten.

      Ansonsten hast Du natürlich Recht, dass man für eine realistische Abbildung solcher Einsatzsituationen noch solche Einheiten wie SEG/OrgL/LNA usw. braucht. Für die Frage nach dem Verhalten von Fahrzeugen während des Transportstopps, wäre aber ein generelles Wechseln zum nächsten Patienten bei 100% unrealistisch und daher mMn keine sinnvolle Lösung.
    • Wenn ich mal die bisherigen Beiträge zusammenfassend interpretieren darf, gibt es für dieses Thema offenbar nicht die optimale Lösung. :) Es ist nach wie vor so, dass ich das Thema SEG erst mal noch nicht angehen möchte, da dies 1. komplex 2. aufwändig 3. regional unterschiedlich ist sowie 4. sich die (echten) MANV-Konzepte zur Zeit teilweise in einer Änderungsphase befinden. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass man fürs Spiel einen Kompromiss zwischen Umsetzbarkeit und Realismus/Plausibilität finden kann. Ich würde deshalb erst mal die Option 2.2 auf den Plan setzen. Immerhin ist die Option zumindest mal realistischer als der jetzige Zustand. :)

      Man könnte bei der Option 2.2 durchaus noch differenzieren. Besatzungen, die Patienten mit Transportpriorität (würde ich spontan anhand der initialen Transportfähigkeit festmachen) behandeln, behandeln keine anderen Patienten, sondern transportieren eben ab, sobald die Sichtung komplett abgeschlossen ist. Besatzungen, die die sonstigen Patienten behandeln, behandeln ihren Patienten, bis er 100 % hat, danach den nächsten usw. und zwar auch noch nach Sichtungsende. Wenn es dann keine Patienten mehr gibt bzw. jeder Patient seine "eigene" Besatzung hat, könnte der eigene Patient abtransportiert werden.

      Pider wrote:

      Ansonsten hast Du natürlich Recht, dass man für eine realistische Abbildung solcher Einsatzsituationen noch solche Einheiten wie SEG/OrgL/LNA usw. braucht. Für die Frage nach dem Verhalten von Fahrzeugen während des Transportstopps, wäre aber ein generelles Wechseln zum nächsten Patienten bei 100% unrealistisch und daher mMn keine sinnvolle Lösung.

      Es ist vielleicht gewissermaßen unrealistisch, aber den Kompromiss muss man meiner Meinung nach hier eingehen, u. a. deswegen:

      fentanyl1mg wrote:

      Status3 wrote:

      Sobald für jeden jemand da ist (egal welche Quali) können die ersten Fahrzeuge starten, wenn sie die geforderte Quali haben.
      Das hieße für einen Beispiel MANV mit 12 Verletzten um 1 Uhr Nachts, dass ich alle Fahrzeuge des Landkreises +4 weitere zugleich am EO haben müsste, bevor irgendjemand losfahren könnte. Damit würde jede Vorhaltungs-Taktik während eines MANV ad absurdum geführt.


      Noch zu LNA/OrgL:

      Rotkreuz Olpe wrote:

      Nummer 2: Durch die Sichtung verzögert sich so ein Einsatz ganz schön. Zudem ist ein Fahrzeug (NEF) länger nicht an der Behandlung beteiligt, was Nachts besonders blöd ist. Hier käme wieder die Idee von LNA/OrgL (oder andere Bezeichnungen fürs gleiche System) ins Spiel.
      Funktion LNA: löst das NEF ab, Sichtung beschleunigt sich etwas
      Funktion OrgL: hat den Überblick über bereits angeforderte und alarmierte Kräfte (müsste man dem sichtenden Fahrzeug nehmen). Kann dafür sorgen, dass kritische (NA)-Patienten bereits während des Transportstopps abtransportiert werden

      Auch wenns die angesprochene Problematik nicht wirklich löst, klingt die Idee gut. Ich habe allerdings die Befürchtung, dass der LNA dann vermutlich einfach nur als ein zusätzliches NEF gehandhabt wird. :D Übrigens sind in LB die NEF-Fahrer OrgL, d. h. sie kommen nicht in einem Extrafahrzeug (wobei das angeblich auch geändert werden soll?). Da müsste man das Verhalten in einem MANV genauer bestimmen.
    • Serhan wrote:

      Auch wenns die angesprochene Problematik nicht wirklich löst, klingt die Idee gut. Ich habe allerdings die Befürchtung, dass der LNA dann vermutlich einfach nur als ein zusätzliches NEF gehandhabt wird. :D
      Aber nur, wenn der LNA mit Notarztfunktion programmiert ist, wenn er aber nur sichtet... ggf. wär eine leicht verzögerte Alarmzeit hilfreich.
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    • Meine Idee zu den Orgl's ist zwar vorgeriffen aber mir gefällt sie :)

      Und zwar steht ja in einem anderen Thread zur Diskusion, ob man nicht Patienten einem Krankenhaus zuweisen kann, bzw das die Fzg halt anfragen und man es abklären muss. Das wäre natürlich der totale Amoklauf bei nem MANV, wenn man für 12 Fahrzeuge die Kliniken abklären muss. Daher meine Idee -was auch der Realität entspricht-, sobald der Orgl am EO ist, übernimmt er diese Aufgabe.

      Einzigstes Problem was ich dann halt seh ist, das wenn das Konzept in LB geändert wird und man quasi nicht mehr mit jedem NEF nen Orgl hat, sondern nur noch einen, ist dass man dann halt den "Marathon" zwecks Kliniken abklären als Dispo trotzdem hatt, sobald sich mehrere MANV's parallel ereignen.

      Zum LNA: Kann man das nicht so programmieren, dass das FZG nicht behandeln kann, sondern nur Sichten?

      Gruß
    • ludy wrote:

      Das wäre natürlich der totale Amoklauf bei nem MANV, wenn man für 12 Fahrzeuge die Kliniken abklären muss. Daher meine Idee -was auch der Realität entspricht-, sobald der Orgl am EO ist, übernimmt er diese Aufgabe.
      Fürs Erste kann der Orgl. (sprich ein NEF am EO) das ganze ja auch im Hintergrund, ohne Beteiligung der Lst. machen, so wie in einem anderen Thema vorgeschlagen.
      Dann ist es für Laien nicht so kompliziert und die Fzg. müssen nur der Lst. bei Abfahrt das Ziel mitteilen.

      ludy wrote:

      Zum LNA: Kann man das nicht so programmieren, dass das FZG nicht behandeln kann, sondern nur Sichten?

      Sag ich doch!
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    • @ Köhler: Sry, hab ich überlesen! :(

      Naja wie meinst du das mit dass das das NEF im Hintergund macht? So wie ich dass mein, macht das das NEF / der Orgl immer im Hintergrund, sobald der da ist, und übernimmt macht der des auch. Des währ unrealistisch wenn man dass dann auchnoch macht, weil man sitzt ja in der Rolle des Disponenten.
      Oder versteh ich dich falsch?

      Gruß
    • Serhan wrote:


      Auch wenns die angesprochene Problematik nicht wirklich löst, klingt die Idee gut. Ich habe allerdings die Befürchtung, dass der LNA dann vermutlich einfach nur als ein zusätzliches NEF gehandhabt wird. :D Übrigens sind in LB die NEF-Fahrer OrgL, d. h. sie kommen nicht in einem Extrafahrzeug (wobei das angeblich auch geändert werden soll?). Da müsste man das Verhalten in einem MANV genauer bestimmen.
      Die Problematik lässt sich ja sicher lösen. Zum einen kann man die Ausrückzeit erhöhen, so dass er als Hintergrund-NEF unattraktiver wird, zum anderen wird der LNA, sollten dem Dispo im realen LB die Notärzte aufgrund vieler einzelner Einsätze ausgehen, doch sicher auch alarmiert, oder? Wäre also garnicht mal so unrealistisch.
      Übrigens interessante Info mit dem OrgL. Unser OLRD ist fester Bestandteil jedes auch nur annähernd größeren Unfalls. Das heißt ja auch, dass in LB das erste NEF bei größeren Einsätzen sofort Opferfahrzeug ist.
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    • Hab ne Idee zwecks LNA. Man könnte (ist zwar n bissl unrealistisch) auch einfach nen hacken Setzen "LNA mitalamieren" wie bei der POL. Anschließend erscheint er auch iwo auf der Map, wie die POL, was daran halt auch realistisch ist, der LNA wird nehm ich an in LB das Fzg mit nach Hause nehmen und von dort ausrücken oder? Heißt man weiß auch nicht im Vorraus wo er steht und ob es sich lohnt ihn anstatt des NEF zu alamieren.

      Realistisch daran:
      - LNA kommt von irgendwo ( reale anfahrtszeiten)
      - Im Normalfall weiß man auch nicht ( selbst wenn man weiß wer Schicht hat) wo er sich aufhält

      Unrealistisch:
      - Man alamiert den LNA nicht wie andere RD-Fahrzeuge im RD Menü
      - Man weiß nicht wo der LNA ist (normal weiß man ja wer Schicht hat, aber derjenige kann auch wiederum iwo im Kreis rumgurken ;) )
      - Man kann ihn trotzdem noch auf Gut-Glück als NEF alamieren ( ausser es ist doch möglich ihn nur als "Sichtungs-FZG" zu programmieren)

      Ich hoffe es ist in LB auch so, dass der LNA den Karren mit Heim nimmt, sonst ist mein ganzer Post umsonst ^^

      Gruß