Blutdruckmanschette

    • Blutdruckmanschette

      'nabend, Ihr Rettungsdienstler.
      Wir sind auf der Suche nach einer Blutdruckmanschette für den Heimgebrauch.
      Es soll aus div Gründen KEIN elektronisches sein.
      Könnt ihr hier ggfs halbwegs bezahlbare Kaufempfehlungen geben ? Benötigt man zwingend ein Stethoskop ?
    • Nimm es mir bitte nicht übel, aber wer hier nach einem Blutdruckmessgerät fragt ohne zu wissen, daß ein Stethoskop für eine exakte Messung zwingend erforderlich ist, der sollte besser auf ein elektronisches Blutdruckmessgerät mit Oberarmmanschette zurückgreifen. Es ist nicht damit getan sich RR-Manschette & Stethoskop zu kaufen. Um den Wert möglichst exakt zu messen braucht es eine entsprechende Ausbildung und Übung.

      Einfache RR-Manschetten gibt es für unter 20€, ein Flachsthethoskop ist für 3 - 5 € zu bekommen. Brauchbare elektronische Oberarm-Messgeräte mit Arrhythmieerkennung (z.B. von Beurer, Boso, Hartmann) gibt es ab ca 25 - 30€. Man kann aber auch über 100€ für solch ein Gerät ausgeben. Alternativ zu rein elektronischen Messgeräten gibt es auch halbautomatische Geräte (ab ca. 30€), bei denen quasi das Stethoskop durch Elektronik ersetzt wird. Aufgepumpt werden diese Manschetten von Hand, wie bei den nicht-elektronischen Geräten. Wichtig ist, bei allen Messverfahren, daß die Manschettengröße zum Armumfang passt.
    • Sargnagel wrote:

      Nimm es mir bitte nicht übel, aber wer hier nach einem Blutdruckmessgerät fragt ohne zu wissen, daß ein Stethoskop für eine exakte Messung zwingend erforderlich ist, der sollte besser auf ein elektronisches Blutdruckmessgerät mit Oberarmmanschette zurückgreifen. Es ist nicht damit getan sich RR-Manschette & Stethoskop zu kaufen. Um den Wert möglichst exakt zu messen braucht es eine entsprechende Ausbildung und Übung.
      Warum sollte ich das übel nehmen ?! ;) Ich entscheide mich ja nicht ohne Grund GEGEN ein Elektronisches. Bei mir schlägt das Herz leider so regelmäßig-unregelmäßig, dass bei den elektronischen Messungen NIE, und wirklich NIE ein brauchbares Ergebnis rauskommt, weder beim Arzt, bei Messungen zuhause , beim Blutspenden ... usw. und die Elektronischen versuchen mit mehreren Versuchen so oft aufzupumpen, dass mir der Arm abstirbt. Das ist leider traurige Realität.
      Aber ok, dann hab ich schonmal die Info in sofern, dass Manschette nur MIT Stet. Sinn macht und die Messung Übung und Ausbildung braucht.
      Dann warte ich einfach ab, was meine kommende Ausbildung mich lehrt.
      Danke trotzdem für Eure Antworten.
    • Na ja, so schwierig ist jetzt aufpumpen bis der Puls nicht mehr spürbar ist und dann langsam Druck ablassen und mit dem Stethoskop hören, wann wieder Durchblutungs einsetzt (Systole=oberer Wert) und dann weiter abzulassen, bis man kein Pochen mehr hört (Diastole=unterer Wert) jetzt auch nicht. Wichtig sind nur korrekte Anlage, was bei ner Oberarmmanschette an sich selber schwierig sein kann (darum eine nehmen, die eine - in Ermangelung des korrekten Wortes - Metallschnalle hat, hinter der man die Manschette nur noch festziehen muss) und Stethoskop an der richtigen Stelle. Das sind aber Dinge, die einem in der Apotheke gezeigt werden können.

      PS mit ein bisschen Körpergefühl kann man irgendwann der Messung an sich selbst auch aufs Stethoskop verzichten und kriegt dennoch ganz brauchbare Werte. Das Pochen, was man hört, kann man nämlich auch ganz gut im eigenen Arm fühlen. So mach ichs bei mir immer, aber ich muss das auch nicht regelmäßig tun.
    • Ich persönlich habe mit guten Markengeräten, auch bei Rhythmusstörungen, ganz gute Erfahrungen gemacht. Selbst in Dialysen waren die (Patienten-)Geräte meist schneller wie die manuelle Messung. Messfehler kann allerdings auch das beste Gerät nicht ausgleichen. Die Eigenmessung mittels Stethoskop wird selten optimale Werte (hinsichtlich Genauigkeit) erbringen. Beim Erlernen der optimalen Messung ist Übung unter kontrollierten Bedingungen (Lehrstethoskop) ein essentieller Punkt, einmaliges zeigen lassen führt nicht zu optimalen Ergebnissen und bietet allenfalls trügerische Sicherheit. Wichtig ist in jedem Fall die richtige Vorbereitung der Messung (bequem hinsetzen, mindestens 5 Minuten Ruhe, beengende Kleidung entfernen (ein dünnes Hemd stört nicht), bei der Messung nicht sprechen, Blase zuvor entleeren, Messung auf Herzhöhe, Arm locker halten, Muskulatur nicht anspannen, Beine nicht übereinander schlagen. mind. 30 Min zuvor nicht rauchen oder Alkohol, Kaffee oder Tee trinken, Abstand nach Hauptmahlzeiten mind. 60 Minuten, Manschette in richtiger Länge/Breite ca. 2-3 cm oberhalb Ellenbeuge).

      Vielleicht solltest Du in einer guten Apotheke, bzw. einem Sanitätsfachgeschäft mit entsprechender Auswahl (Markengeräte, Prüfsiegel DHL), einige Geräte testen. Fachhändler für Medizintechnik bieten oft auch eine größere Auswahl an, dürfen aber nicht immer Rezepte abrechnen. Bei stark schwankendem, also schwierig einzustellendem Blutdruck, kann ein elektronisches Oberarmmessgerät auch zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse verordnet werden. Diese erstatten zwar nur einen bestimmten Höchstbetrag; so kann jedoch der Anschaffungspreis merklich gesenkt werden.



      P.s. Spendest Du trotz Herzrhythmusstörungen Blut? Das wäre gemäß Hämotherapierichtlinie der Bundesärztekammer ein Ausschlusskriterium