Zukunftsdiskussion Rettungsdienst

    • Alles sehr interessante Ansätze. Ich frage mich nur, wer die (zusätzlichen) KTW-B besetzen soll. Es könnte mAn klappen, wenn man die Kategorien grün bis gelb II schrittweise und organisiert ausgliedert. Trotz aller hier ja schon geschilderten Nachteile durch einen festen Tragestuhl neige ich trotzdem zu KTW-B in MZF-Ausführung. Nicht selten sieht man ja RTW-Besatzungen, die sitzende Pat. im Klappstuhl per Muskelkreaft in die Karre zerren. Ich frage mich dann immer, ob das nicht besser gehen sollte.
      Und, öhm..mal eine Verständnisfrage: Was passiert eigentlich mit RA, die den Schritt zum NFS nicht in Betracht ziehen? Könnte man die nicht dann als Transportführer bei den KTW-B einsetzen? Die verbliebenen RS sind dann ja schon genau richtig, und den RH könnte man ja die Schulbank anbieten. Alles kann, nichts muss. Als RH könnte man ja dann auch im LMW-Bereich direkt als Teamleiter und Ausbilder einsteigen, um hier die Qualitätsmaßstäbe etwas anzupassen, was dann natürlich auch bei der Vergütung passieren müsste..
      Avatar: RK Arnstadt 14/82-1 (Blanko: Chr2)
      Leitstelle Ilmkreis/Thüringen ID 27662

      Nein, Thüringen ist kein Entwicklungsland! Als ob sich hier was entwickeln würde...
    • marcee wrote:

      Alles sehr interessante Ansätze. Ich frage mich nur, wer die (zusätzlichen) KTW-B besetzen soll.
      Es sagt ja niemand, dass alle diese Fahrzeuge zusätzlich eingesetzt werden sollen. Sicher in einem bestimmten Umfang, jedoch ist auch mit Synergieeffekten zu rechnen. Das soll heißen, dass ein Teil der RTW durch N-KTW ersetzt werden können, da diese nicht mehr mit den nicht-akuten Notfällen belastet werden müssen.


      marcee wrote:

      Trotz aller hier ja schon geschilderten Nachteile durch einen festen Tragestuhl neige ich trotzdem zu KTW-B in MZF-Ausführung. Nicht selten sieht man ja RTW-Besatzungen, die sitzende Pat. im Klappstuhl per Muskelkreaft in die Karre zerren. Ich frage mich dann immer, ob das nicht besser gehen sollte.
      Warum soll denn nicht auch ein RTW mit einem Tragestuhl ausgestattet sein? Auch in der Notfallrettung machen Tragestühle durchaus Sinn, um beispielhaft Patienten aus einer engen Wohnung/Treppenhaus zu bekommen oder die nicht komplett liegen sollen (wie der Herz-/Atemnotpatient der auf dem Tragetuch flach liegen müsste). Am besten mit einer Raupe dran.

      marcee wrote:

      Was passiert eigentlich mit RA, die den Schritt zum NFS nicht in Betracht ziehen? Könnte man die nicht dann als Transportführer bei den KTW-B einsetzen?
      Das könnte man sicher machen, ist jedoch auch nicht besonders weitsichtig gedacht was die Zukunft betrifft. Die RettAss werden irgendwann ganz weg sein. Schon jetzt werden sie immer weniger. Übergangsweise kann man das diesen Kollegen sicher anbieten, sollte aber gleichzeitig die RettSan+ Ausbildung einführen um diese für einen N-KTW zu qualifizieren.
    • RFSW wrote:

      Warum soll denn nicht auch ein RTW mit einem Tragestuhl ausgestattet sein? Auch in der Notfallrettung machen Tragestühle durchaus Sinn, um beispielhaft Patienten aus einer engen Wohnung/Treppenhaus zu bekommen oder die nicht komplett liegen sollen (wie der Herz-/Atemnotpatient der auf dem Tragetuch flach liegen müsste). Am besten mit einer Raupe dran.
      Haben die RTW hier zumindest auch alle. Eben nur nicht fest, sondern klappbar.
    • RFSW wrote:

      Es sagt ja niemand, dass alle diese Fahrzeuge zusätzlich eingesetzt werden sollen. Sicher in einem bestimmten Umfang, jedoch ist auch mit Synergieeffekten zu rechnen.
      Ich versuche ja irgendwie, das auf unsere hinterwäldlerischen Bedingungen (und ich rede nicht explizit vom Ilm-Kreis) hier umzurechnen. Und da stößt die RTW-Versorgung in Spitzenzeiten regelmäßig an ihre Grenzen, so daß zeitweise eine SEG herangezogen wird, was ja aber nicht im Sinne der Erfinders sein und auch nicht in die Hilfsfrist fallen dürfte. Ohne zusätzliche Mittel, die in irgendeiner Form Notfälle abarbeiten können, wird sich das zunächst auch nicht ändern. Interessant wäre aber in der Tat, ob und wann sich dann ein solcher Synergieeffekt einstellt.

      RFSW wrote:

      Warum soll denn nicht auch ein RTW mit einem Tragestuhl ausgestattet sein?
      Hier wurde schon geschrieben (was ich mir auch gut vorstellen kann), weil er bei der Versorgung von Liegendpatienten schlicht im Weg ist. Daher ging ich bislang auch davon aus, daß RTW in der Regel keinen haben, bzw. nur den klappstuhl ohne Auffahrvorrichtung, bestenfalls lose Teleskopschienen, außer eben sie sind als MZF konzipiert..
      Avatar: RK Arnstadt 14/82-1 (Blanko: Chr2)
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      Nein, Thüringen ist kein Entwicklungsland! Als ob sich hier was entwickeln würde...
    • securo wrote:

      Wobei ich im Zeitalter des Notfallsanitäters deine NA-Indikation als zu hoch angesetzt sehe.
      Na ja, ich hab da nur Reanimation, Polytrauma und unklare Bewusstlosigkeit mit Atmung reingeschrieben, von daher...

      marcee wrote:

      Ich frage mich nur, wer die (zusätzlichen) KTW-B besetzen soll.
      RS+RS, vorzugsweise RS+ und RS. Anstelle des RS+ geht natürlich auch der RA, an dessen Ausbildung sich, meiner Meinung nach, der RS+ ohnehin orientieren sollte. Gerne auch an der verkürzten Ausbildung, also im gestuften System. Man wird RS, nach einem Jahr kann man RS+ werden (=verkürzte RA-Ausbildung, ohne Anerkennungsjahr, das hat man ja im Grunde schon vorher geleistet, und ggf. ohne Klinikpraktikum). Dann hätte der RS+ alles zusammen neun Monate Ausbiludung.

      marcee wrote:

      Was passiert eigentlich mit RA, die den Schritt zum NFS nicht in Betracht ziehen? Könnte man die nicht dann als Transportführer bei den KTW-B einsetzen?
      Doch, siehe einen höher, so wäre "mein" Plan.


      marcee wrote:

      Trotz aller hier ja schon geschilderten Nachteile durch einen festen Tragestuhl neige ich trotzdem zu KTW-B in MZF-Ausführung.
      Na ja, das wären dann ja schon Detailfragen, die es sicherlich zu klären gäbe. In meiner Vorstellung sind dann alle RTW Typ C mit Kofferaufbau, alle KTW-B sind halt Typ B Kastenwagen, von mir aus auch mit "festem" Tragestuhl.
    • marcee wrote:

      RFSW wrote:

      Es sagt ja niemand, dass alle diese Fahrzeuge zusätzlich eingesetzt werden sollen. Sicher in einem bestimmten Umfang, jedoch ist auch mit Synergieeffekten zu rechnen.
      Ich versuche ja irgendwie, das auf unsere hinterwäldlerischen Bedingungen (und ich rede nicht explizit vom Ilm-Kreis) hier umzurechnen. Und da stößt die RTW-Versorgung in Spitzenzeiten regelmäßig an ihre Grenzen, so daß zeitweise eine SEG herangezogen wird, was ja aber nicht im Sinne der Erfinders sein und auch nicht in die Hilfsfrist fallen dürfte. Ohne zusätzliche Mittel, die in irgendeiner Form Notfälle abarbeiten können, wird sich das zunächst auch nicht ändern. Interessant wäre aber in der Tat, ob und wann sich dann ein solcher Synergieeffekt einstellt.
      Nun ja, sicher ist ein solches Konzept nur eines von mehreren, die es umzusetzen gilt. Ein N-KTW und differenziertes Hilfsfristen-Konzept kann Erleichterungen schaffen. Allerdings müssen in einem gewissen Rahmen auch andere (politische) Maßnahmen getroffen werden, dass zu mindestens die nicht notwendigen Einsätze reduziert werden können. Denn wie wir auch schon besprochen haben, sind die Gründe für die Auswirkungen auf dem Rettungsdienst ganz häufig in anderen Bereichen des Gesundheitswesens zu finden (z.B. Hausärztemangel, ambulante Pflege, Krankenhauslandschaft, Ärztlicher Notdienst, usw.).

      Mit dem N-KTW System muss man sich dieses erst einmal konkret so vorstellen, dass die Vielzahl der nicht-akuten Notfälle heutzutage RTW-Ressourcen binden. Dieses bedeutet, dass in den Rettungswacheneinsatzbereichen (RWEB) die Anzahl der RTW´s (immer wieder) erhöht werden müssen, weil die immer höher werdenen Einsatzzahlen dafür sorgen, dass Hilfsfristen in den RWEB nicht eingehalten werden können, weshalb die Riskobedarfsbemessung (Bedarfsplanung Notfallrettung) weitere, zusätzliche RTW in diesen RWEB errechnet. Wenn nun jedoch die Hilfsfristen aufgeschlüsselt werden, ähnlich dem was @TheOssi vorgeschlagen hatte, so haben die N-KTW mehr Zeit ihre Einsatzorte zu erreichen. Das bedeutet, dass aufgrund den geringeren Risikos nicht mehr an jeder Wache (RWEB) ein N-KTW vorgehalten werden muss, sondern diese strategisch entsprechend ihrer Auslastung stationiert werden können. Beispiel:

      1) Altes System

      Wache A: 3x RTW (10min)
      Wache B: 2x RTW (10min)
      Wache C: 2x RTW (10min)

      2) Neues System

      Wache A: 2x RTW (10min), 2x N-KTW (Versorgungsbereich A, B und C innerhalb von 30 Minuten)
      Wache B: 1x RTW (10min)
      Wache C: 1x RTW (10min)

      Hier wäre (beispielhaft) ein RTW eingespart worden, sowie ist der Druck des Qualifikationsschlüssels nicht so hoch (Fachkräftemangel).

      Studien bzw. wissenschaftliche Arbeiten haben gezeigt, dass die tatsächlichen lebensbedrohlichen Einsätze in den letzten Jahrzehnten nicht wirklich zugenommen haben, die Anzahl der nicht-akuten Notfälle jedoch explodieren. Die Frage die man sich stellen muss ist, ob es einen tatsächlichen Nutzen gibt, wenn wir immer nur weiter RTW in das System nach schütten, um zu versuchen die Hilfsfristen einzuhalten. Die Kosten dafür sind hoch. Vielleicht ist die Zeit reif für eine Systemanpassung? Andere Länder der 1.Welt, also der Industrienationen, machen uns das vor.

      Bei Einsatzsteigerungen, die idealerweise durch regelmäßige (jährliche) Bedarfsbemessungen stattfinden, kann schneller und gezielter nachgesteuert werden. Vielleicht kommt dabei halt nicht immer ein RTW bei raus...
    • marcee wrote:


      RFSW wrote:

      Warum soll denn nicht auch ein RTW mit einem Tragestuhl ausgestattet sein?
      Hier wurde schon geschrieben (was ich mir auch gut vorstellen kann), weil er bei der Versorgung von Liegendpatienten schlicht im Weg ist. Daher ging ich bislang auch davon aus, daß RTW in der Regel keinen haben, bzw. nur den klappstuhl ohne Auffahrvorrichtung, bestenfalls lose Teleskopschienen, außer eben sie sind als MZF konzipiert..
      Das nun ja auch davon abhängig, wie genau sich RTW in den verschiedenen Rettungsdienstbereichen definiert. Die einen fahren mit den Abmessungen und Ausstattungen eines Typ B Notfallkrankenwagen als RTW herum, andere nutzen einen Typ C als RTW. Wir tun auch letzteres, nutzen also einen Typ C. Es handelt sich dabei um einen klappbaren Tragestuhl. Und er ist ganz und gar nicht im Weg beim arbeiten. Früher, als hier noch Kasten-RTW (Delfis) durch die Gegend gefahren sind, konnte man eine komplexe Versorgung im RTW nicht gewährleisten, selbst ohne Tragestuhl. Selbst einen Auszubildenen hinten mitzunehmen war nicht drin, da es nur zwei Sitzplätze gab. Wenn also ein Notarzt begleitete musste der Azubi nach vorne auf den Beifahrersitz. Ich habe als NEF-Sani auch schon Narkosemedikamente auf der Straße aufziehen müssen, weil im Delfis-RTW kein Platz mehr für mich und meinen Medikamentenkoffer war. Kurz und knapp: Das alles hängt halt massiv von der Art und Weise ab, was man für Fahrzeuge bestellt und wie man diese ausbauen lässt.
    • Au, jau, Hilfsfristen (bzw. Richtwerte in Sachen Eintreffen) hatte ich in meiner Liste vergessen.
      An die Notfallrettung würde ich dabei gar nicht ran gehen, sondern da einfach die bestehenden Hilfsfristen für die Sonderrechtsfahrten einfach lassen, wie sie derzeit sind (erstmal). Aber 30 Minuten für die KTW-B (ab Wache), finde ich rechnerisch nen guten Ansatz. Gerne auch zu Rush Hour Zeiten geplant.

      Es wäre halt ein erster, kleiner Ansatz, um der unendlichen Aufstockung bei gleichzeitig endlicher Personalressource entgegen zu wirken, ohne gleich das gesamte System (mehr Einsätze=mehr Fahrzeuge) über den Haufen zu werfen.
      Wenn man dann die N-KTW so plant (also von der Ausstattung her), dass sie zusammen mit einem NEF beim NA-Einsatz einen regulären RTW bilden können (NotSan vom NEF geht im N-KTW nach hinten, der RS vom N-KTW fährt das NEF hinterher), könnte man gleichzeitig Einsatzspitzen mit den Dingern abdecken.
    • RFSW, ich erkenne nicht so richtig, wo da eine Aufschlüsselung der Hilfsfrist notwendig wäre. Die Hilfsfrist zählt für die zeitkritischen Notfalleinsätze. Solche, die nicht zeitkritisch sind, aber eben trotzdem von einem RTW oder NKTW bedient werden, fallen nicht in die Hilfsfrist, so dass dort bereits ein größeres Zeitfenster durch nicht definierte Anfahrdauer besteht.
      Leitfunkstelle Gießen - lstsim.de/leitstellen/305/
      Wiki-Seite - wiki.lstsim.de/LFSt_Gie%C3%9Fen
    • @Status3 Das stimmt, derzeit ist das noch so. Es geht um die Schaffung einer sinnvollen Planungsgrundlage, auch nach dem Vorbild anderer ausländischer Rettungsdienstsysteme.

      Auch wenn die nicht-akuten Notfälle nicht in die Hilfsfrist fallen, so blockieren sie Ressourcen für die akuten Notfälle, in dem sie RTW binden (und so im RWEB die Hilfsfristen nicht eingehalten werden können). Ein umdenken könnte zu einem durchbrechen der Aufwärtsspirale führen.
    • Status3 wrote:

      Die Hilfsfrist zählt für die zeitkritischen Notfalleinsätze. Solche, die nicht zeitkritisch sind, aber eben trotzdem von einem RTW oder NKTW bedient werden, fallen nicht in die Hilfsfrist, so dass dort bereits ein größeres Zeitfenster durch nicht definierte Anfahrdauer besteht.
      Richtig, es werden aber derzeit dennoch RTW geschickt, die dann für andere, evtl. zeitkritische, Einsätze, nicht zur Verfügung stehen. Ist der RTW nun weg und es kommt ein Notfall rein, muss ein RTW von anderswo kommen und erreicht die Hilfsfrist nicht. Kommt das öfter vor, wird die RTW-Vorhaltung erhöht.
      Das könnte man vermeiden, wenn man direkt Fahrzeuge für diese, wie sie in dem Artikel vom Kölner ÄLRD genannt wurden, Akutfälle, N-KTW vorhält, denen dann eben ein zeitlicher Rahmen (nicht Hilfsfrist) von 30 Minuten als Planungsgröße (für die Stationierung dieser Fahrzeuge) gesetzt ist. Bedeutet, der N-KTW hätte einen EInsatzradius von 60 Minuten um seine Wache. Ist er gerade an einem Ende des Gebiets frei geworden und der neue Einsatz ist am entgegen gesetzten Ende, hätte er also (planerisch) 60 Minuten Anfahrt. Dies sollte als "Bediengröße" gesetz werden. Kann der Einsatz nicht innerhalt von 60 Minuten bedient werden, muss weiterhin ein RTW aus der Notfallvorhaltung ausrücken (in ländlichen Gebieten z.B. nachts oder am Wochenende). Das würde aber nur in Einzelfällen geschehen (müssen). Damit stünden die RTW für mehr zeitkritische Notfälle (pro RTW) bereit, was bedeuten würde, dass man sich bei der Bedarfsplanung für RTW auf tatsächliche Notfalleinsätze (mit Blaulicht und Hilfsfrist) beschränken könnte.


      StichwortFahrzeug(e)SoSiHilfsfrist/
      Planungsgröße
      R2RTW, NEFjagesetzliche Hilfsfrist
      R1RTWjagesetzliche Hilfsfrist
      R0N-KTWnein30 Minuten-Radius als Planungsgröße,
      also 60 Minuten Eintreffzeit
      KTKTWnein60-90 Minuten als Planungsgröße für Einweisungen,
      disponibel bei Entlassungen, Rücktransporten, ect.

      The post was edited 2 times, last by TheOssi ().

    • TheOssi wrote:

      NRW hat acht Minuten (ab Einsatzentscheidung, welche mit Einsatzeröffnung gleichgesetzt wird, also im Optimalfall sieben Minuten, inkl. Ausrückzeit). Allerdings nur im (groß)städtischen Bereich, im Rest sind es 12.

      BlueEagleGER wrote:

      Die von mir angeführten 10% der BRD-Bevölkerung, für die 10 Minuten ein Anheben darstellt, ist nicht aus der Luft gegriffen: Alle Einwohner der kreisfreien NRW-Städte
      Siehe die Anmerkung von TheOssi oben, ganz davon ab wäre eine "Verschlechterung" für ~10% der Bevölkerung eher tolerabel, wie einer echte Verschlechterung für noch mehr Mensch. Obendrein würde in einem entsprechenden Systemwandel mehr Menschen eine Verbesserung erfahren, wie andere eine Verschlechterung. Fraglich ist auch ob die von dir angeführten 10% der Bevölkerung tatsächlich eine Verschlechterung erfahren würden, denn steigt der Erreichungsgrad (10 Minuten in 90-95% aller Fälle), dann werden doch auch einige Menschen eine Verbesserung erfahren.

      BlueEagleGER wrote:

      "Zukunftsansatz Rettungsdienst" des Gestuften Versorgungssystems, erarbeitet vom ÄLRD der Stadt Köln
      Liest sich fragwürdig, denn 1. werden zu viele Aufgaben an die Leitstellen verteilt (z.B. Terminvergabe); 2. wird das mit der Abfrage durch MFA und Co. zumindest teilweise fragwürdige Folgen haben (siehe ÄBD Zentralen und Einsatzahlen für den RD) und 3. wird man gerade zu den bislang gebotenen finanziellen Konditionen wohl kaum bis nur sehr schwer auch nur annähernd die notwendigen Ärzte für dieses System bekommen.

      Sweetchuck wrote:

      Der RS wird eine neuregelung bekommen, das steht ja quasi schon fest.
      Das munkelt man an vielen Stellen, das ist aber eine Sache die dennoch eher nicht kommen wird. Der RettSan wird sowohl im Ehrenamt, als auch im FSJ zu oft und massiv genutzt um das System wirtschaftlich und am Leben zu halten um ihn einfach so reformieren und aus dem RD ausschließen zu können.

      securo wrote:

      Könnte man schon, sogar relativ problemlos.
      Alleine durch die doch sehr unterschiedlichen Arten der Ausbildung; der Versorgung und der Kompetenzen lässt sich nicht "mal eben" ausländisches Personal in den deutschen Rettungsdienst integrieren, vor allem nicht als Fahrzeugführer. Obendrein Fallen einem sprachliche Barrieren im Rettungsdienst noch mehr auf die Füße ( egal ob Retter zu Patient oder umgedreht), damit wird es noch schwieriger entsprechende ausländische Fachkräfte zu integrieren.

      marcee wrote:

      neige ich trotzdem zu KTW-B in MZF-Ausführung
      In diese Kombination macht es auch einen Sinn, aber nicht in der Version RTW als MZF. Wobei auch in der Version KTW-B in MZF darauf zu achten ist, dass es weder weitere NotSan frisst, noch zu viel unnötiges Material mitgeführt wird.

      RFSW wrote:

      Selbst einen Auszubildenen hinten mitzunehmen war nicht drin, da es nur zwei Sitzplätze gab.

      RFSW wrote:

      weil im Delfis-RTW kein Platz mehr für mich und meinen Medikamentenkoffer
      Ich weiß nicht wie eure Kasten ausgebaut waren, aber es ist durchaus problemlos möglich in einen Kasten einen dritten Sitzplatz zu integrieren. Platz für den Azubi, die Eltern oder sonstige Begleitpersonen kann es also auch durchaus im Kasten-RTW geben. Auch das mit den Medikamenten kann man tlw. relativ einfach lösen, z.B. durch eine ordentliche RTW-Ausstattung + eine kleine Medikamententasche vom NEF; durch das Aufziehen im Fahrerraum und eben vor allem durch eine sinnvolle Aufteilung des Teams in einem vernünftig ausgebauten RTW.
    • Grzobra wrote:

      [...] in einem vernünftig ausgebauten RTW.
      Da wir schon in "sinnvollen" Teams arbeiten, haben wir uns bereits für vernünftig ausgebaute RTW von GSF (Koffer) entschieden.

      Grzobra wrote:

      securo wrote:

      Könnte man schon, sogar relativ problemlos.
      Alleine durch die doch sehr unterschiedlichen Arten der Ausbildung; der Versorgung und der Kompetenzen lässt sich nicht "mal eben" ausländisches Personal in den deutschen Rettungsdienst integrieren, vor allem nicht als Fahrzeugführer. Obendrein Fallen einem sprachliche Barrieren im Rettungsdienst noch mehr auf die Füße ( egal ob Retter zu Patient oder umgedreht), damit wird es noch schwieriger entsprechende ausländische Fachkräfte zu integrieren.
      Wenn das der Securo ist von dem ich denke das er es ist, dann wird er Dir eine ganze Menge über das Thema ausländische Fachkräfte RD erzählen können.

    • @RFSW:
      Es geht um einen vernünftig ausgebauten Kasten-RTW, nicht darum ob ihr euren Koffer-RTW entsprechend ausgebaut habt. Wenn ich einen Kasten-RTW mit einem Koffer-RTW vergleiche werde ich auch im Koffer selbst bei einem fragwürdigen Ausbau immer mehr Platz haben, daher macht der Vergleich keinen Sinn.

      Keine Frage ist, dass die Ausbildungen im Ausland tlw. auch sehr hochwertig sind, sie sind es aber eben nicht überall. Selbst wenn man versucht hochwertig ausgebildete Rettungskräfte zu bekommen steht man tlw. oder komplett vor einem Kompetenzproblem, denn diese dürfen hier dann teilweise deutlich weniger Maßnahmen ergreifen. Abgesehen davon bleibt die Sprache ein deutliches Problem, was man dank Hauruckverfahren auch immer mehr im klinischen (nicht)ärztlichen Personal vorfindet.
    • Grzobra wrote:

      Das munkelt man an vielen Stellen, das ist aber eine Sache die dennoch eher nicht kommen wird. Der RettSan wird sowohl im Ehrenamt, als auch im FSJ zu oft und massiv genutzt um das System wirtschaftlich und am Leben zu halten um ihn einfach so reformieren und aus dem RD ausschließen zu können.
      Warum sollte man den RS aus dem Rettungsdienst ausschließen?
      Das absolute Gegenteil ist der Fall. Und soweit ich meinen Quellen glauben schenken kann, ist die Reform näher als alles andere.
      Mut ist nicht ein Leben zu leben, sondern eins zu bewahren!

      - Avatar: RTW der Stadt Köln - Fzg Grafik von Leitessen
    • @RFSW: So eine Neuerung ist das doch auch wieder nicht. In genug RDB wird entsprechend verfahren. In dem mir am besten bekannten werden R2- und R1 -Einsätze als zeitkritische disponiert und zählen zur Hilfsfrist, Ausnahmen jetzt hier mal unberücksichtigt. R0 sind ebenfalls Notfalleinsätze, aber ohne Dringlichkeit. Diese werden idR bzw. bei Verfügbarkeit durch NKTW oder RTW durchgeführt. Sie zählen nicht in die Hilfsfrist, die geforderte Ausrückzeit bleibt allerdings gleich. Und dann gibt es eben KTP, welche in erster Linie durch die NKTW abgedeckt werden - und durch RTW/MZF, wobei das auf dem Rückmarsch ist bzw. fokussiert wird. Hessen war ja lange Zeit nahezu ausschließlich im MZF-System unterwegs.

      Die Hilfsfristen stehen für mich nicht zur Debatte und dürfen das auch nicht. Weitere "echte" Hilfsfristen für die Meldebilder halte ich für wenig sinnvoll und vor allem nicht praktikabel in der Disposition. Der Ansatzpunkt muss sein, Einsätze besser den Kategorien "Notfalleinsatz", "Krankentransport" und "Krankenfahrt" zuzuordnen und schon das Auflaufen von Einsätzen, die so nicht nötig wären, zu verhindern. Andernfalls sind ständige Vorhalteerweiterungen unausweichlich.

      Übrigens: Wer sich bei dem Thema mal gruseln möchte sollte schauen, was das sachsen-anhaltische RDG als personelle Qualifiaktion für den KTW fordert. :D
      Leitfunkstelle Gießen - lstsim.de/leitstellen/305/
      Wiki-Seite - wiki.lstsim.de/LFSt_Gie%C3%9Fen
    • Grzobra wrote:

      @RFSW:
      Es geht um einen vernünftig ausgebauten Kasten-RTW, nicht darum ob ihr euren Koffer-RTW entsprechend ausgebaut habt. Wenn ich einen Kasten-RTW mit einem Koffer-RTW vergleiche werde ich auch im Koffer selbst bei einem fragwürdigen Ausbau immer mehr Platz haben, daher macht der Vergleich keinen Sinn.
      Für mich macht das Sinn. Wir haben Koffer-RTW beschafft, weil die Kasten-RTW aus unserer Sicht nicht für die Notfallrettung taugen.