Krankentransport durch Rettungsdienst

    • Krankentransport durch Rettungsdienst

      Krankenkassen im Süd-Westen kündigen den privaten KTP-Anbietern und wollen KTP nur noch durch den Rettungsdienst durchführen lassen.Grund seien Qualitätsmängel und Beschwerden bei privaten Anbietern.

      stuttgarter-zeitung.de/inhalt.…01-818c-47d1c05992bc.html

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    • Wäre man jetzt kleinlich, könnte man sagen dass der Krankentransport jetzt schon durch den Rettungsdienst gemacht wird :P Die bezeichnung Krankenfahrdienst ist die richtige.
      Auch wenn ich die Konsequenz auf diese ganzen Qualitätsmängel gut heiße, ist das einfache Kündigen doch nicht wirklicj zielführend. Hier hätte man eventuell erstmal dem Betreiber Zeit für Verbesserung lassen können.

      Im Landkreis Ludwigsburg betreibt der ASB übrigens schon einen Krankenfahrdienst, sollten andere also auch hin bekommen.
    • FaRa schrieb:

      sollten andere also auch hin bekommen
      Die Frage ist halt, ob sich das lohnt. Zum einen ist da die übermächtige Blaulichtlobby, die auf "Konkurrenz" aus den eigenen Reihen auch nicht überall scharf ist, zum Anderen das Problemchen mit den Trapos: Zwischen KTW und Mietwagen fehlt die entsprechende Option, also ist viel Überzeugungsarbeit bei Ausstellern und Kassen gefragt. Bis wir die so weit hatten, daß die wussten was BTW heißt.. :whistling:
      Avatar: RK Arnstadt 14/82-1 (Blanko: Chr2)
      Leitstelle Ilmkreis/Thüringen ID 27662

      Nein, Thüringen ist kein Entwicklungsland! Als ob sich hier was entwickeln würde...
    • Lustig finde ich die Schlussfolgerung vom DRK, das man mit mehr Geld einfach mehr Autos kaufen (ja, stimmt) und die dann auch besetzen kann (stimmt nicht so ganz). Es stimmt zwar, dass man, wenn man mehr Autos mit den Kassen verhandelt, dann auch mehr Autos und Personalkosten erstattet kriegt, aber woher das Personal nehmen? Wächste das, wie in der Krankenpflege* jetzt auf Bäumen? Und was heißt eigentlich, der Rettungsdienst, soll Krankenfahrten übernehmen? Mit dem KTW? Oder ne KBF-Sparte aufmachen? Man darf gespannt sein.

      ___
      *) wenn man in der Welt von J. Spahn lebt
    • Das hat schon einen Sinn, dass dort die Option fehlt... Denn die gibt es rechtlich gesehen nicht. Alles, was als Patientenfahrdienst, Krankenfahrdienst, Liegemietwagen oder ähnliches unterwegs ist, ist eigentlich ein Mietwagen. Ich glaube, die Diskussion hatten wir auch schonmal. Eigentlich ist jegliche Handlung, die eine medizinische Maßnahme erfordert (wie das Umlagern eines Patienten auf eine Fahrtrage bzw. das Bedienen derselben, von medizinischem Fachpersonal auszuführen und das bekomme ich in Deutschland gesichert nur ab KTW aufwärts. Man darf auch nicht vergessen, dass es diese Konstrukte früher gar nicht gab und dafür in vielen Bereichen mehr KTW unterwegs waren, was die Schlagkraft bei Großschadenslagen jetzt nicht unbedingt verschlechtert hat...
      Daher würde ich es absolut begrüßen, wenn diese Aufgaben wieder großteils vom RD übernommen werden würden. Allerdings macht mich der Artikel etwas stutzig:

      Artikel schrieb:

      Künftig sollen die Fahrten, bei denen keine medizinische Betreuung notwendig ist, wieder über den Rettungsdienst abgewickelt werden.
      Wenn keine medizinische Betreuung notwendig ist, reicht ein Taxi/Mietwagen. Sehr seltsam.
      Benutzt das Wiki: WIKI LstSim Es sollte DAS Nachschlagewerk zur Sim werden!!!

      Leitstelle Olpe [260]
      Leitstelle Sauerland [495]
      Leitstelle Mark [1260]
      FDNY*EMS [7095]
      LA County Fire Department [17036]
      Leitstelle Siegen-Wittgenstein [1068]

      EMS-Fire-Database
    • Was mir oft aufgefallen ist, dass die Privaten Unternehmer im unqualifizierten Transport es nicht so genau nehmen wenn ein Kunde eigentlich ein Infektionstransport wäre.

      Da finde ich die aktuelle Entwicklung gar nicht mal so schlecht.
      Mut ist nicht ein Leben zu leben, sondern eins zu bewahren!

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    • Rotkreuz Olpe schrieb:

      Alles, was als Patientenfahrdienst, Krankenfahrdienst, Liegemietwagen oder ähnliches unterwegs ist, ist eigentlich ein Mietwagen.
      Eben, das ist ja das Problem. Oft wird es auch nur als Mietwagen bezahlt, also in der Stadt taxiähnlich und und darüber hinaus deutlich unter Taxitarif. Wenn man nicht nur mit Bufdies, Ehrenamtlichen und 2-3 Minjobbern arbeiten will lohnt es sich eher nicht. Und dann wundert man sich über Qualitätsmängel..
      Avatar: RK Arnstadt 14/82-1 (Blanko: Chr2)
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      Nein, Thüringen ist kein Entwicklungsland! Als ob sich hier was entwickeln würde...
    • Rotkreuz Olpe schrieb:

      Wenn keine medizinische Betreuung notwendig ist, reicht ein Taxi/Mietwagen. Sehr seltsam.
      Der Part hat mich auch stutzig gemacht, letztendlich wäre das ja dann aber auch wieder von den Rettungsdienstgesetzen der jeweiligen Länder abhängig. Nach bayerischem Rettungsdienstgesetz beispielswiese muss bei einem Krankentransport per KTW auch nicht die dringende Notwendigkeit einer mediznisch-fachlichen Betreuung/Überwachung bestehen, es reicht lediglich, dass der Patient die technischen Einrichtungen des KTW braucht, oder sein gesundheitlicher Zustand dies vermuten lässt.

      Da es aber in 16 Bundesländern wahrscheinlich mal wieder 17 unterschiedliche Definitionen eines Krankentransportes gibt... ^^
    • Ich muss mal ehrlich sagen, dass sich das Problem mit privaten Krankenfahrdiensten hier gar nicht so ergibt. Bei uns werden eigentlich nur zwei Varianten unterschieden...

      Alle Patienten die nicht gehfähig sind, mit Tragestuhl oder liegend transportiert werden müssen, fahren hier mit dem qualifizierten Krankentransport. Bei ambulanten Behandlungen (gerade in der Notaufnahme) ist es manchmal schwierig, weil die Krankenkassen genau vorgeben, in welchen Fällen ein KT bezahlt wird:

      - Infektionskrankheiten (worunter auch MRSA, VRE und co. zählen)
      - Patienten mit Pflegegrad 3 oder höher
      - Patienten mit dauerhafter Geheinschränkung bzw. Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen aG, BI

      Die Kosten für Transporte von / nach stationären, vorstationären Aufenthalten werden problemlos übernommen.

      Im Zweifel, auch wenn die o.g. Bedingungen nicht erfüllt sind, wird der KT genommen, z. B. massive Demenz (dass sie den Weg vom Taxi in die Wohnung nicht finden würde oder so.) Ist vielleicht nicht hundertprozentig korrekt, aber hier doch Praxis. Entsprechend verfügt die Stadt auch über eine sehr hohe KTW-Vorhaltung (Mo-Fr 35 KTW´s, Sa 10 KTW´s, So und nachts 1 KTW) - reicht es nachts oder am WE nicht, wird auch mal ein RTW genommen...
    • FaRa schrieb:

      Bevor es weiter zu Missverständnissen kommt:

      Es geht um die hier und nicht um private KTP Unternehmen wie KTS, SAG, Ambulanz-Engel, usw.
      Mir sagen die genannten Firmen nun nichts. Das Bild sieht eher nach einem Sondermietwagenunternehmen aus, welches Krankenfahrten (also unqualifizierte Krankentransporte durchführt). Die meinte ich ja auch.
    • TheOssi schrieb:

      Also sollen effektive Krankentransport-Dienste auch die nicht qualifizierten Transporte übernehmen und nicht nur explizit der öffentliche Rettungsdienst.
      In BaWü sind die privaten KT Dienste ja auch im öffentlichen Rettungsdienst angesiedelt und werden über die jeweilige Leitstelle disponiert, nicht wie zB in NRW wo vielerorts die HiOrg und Privaten eine eigene Leitstelle für den KT betreiben.
      Mut ist nicht ein Leben zu leben, sondern eins zu bewahren!

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