Rotem Kreuz droht das Oktoberfest-Aus

    • Firekiller schrieb:

      br.de schrieb:

      Mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter auf der neuen Sanitätswache der Aicher Ambulanz haben bereits Wiesn-Erfahrung.
      Nein, das steht da nicht so.
      Dann nehmen wir halt einen anderen Artikel. Etwas reißerischer, aber doch (wenn auch unbestätigt) klarer.

      merkur.de/lokales/muenchen/okt…roten-kreuz-10239892.html
    • Ich bin nicht sicher, ob der genaue Beschlusstext der Vergabekammer schon verlinkt wurde. Er erklärt aufschlussreich, die oft gestellte Frage, warum Aicher billiger sein konnte. Ich fand das höchst interessant:

      gesetze-bayern.de/(X(1)S(ott1h…AutoDetectCookieSupport=1
      Die Antragsgegnerin (Stadt München) hat auf der Basis der von der Beigeladenen (Aicher) angeforderten und vom Antragsteller (BRK)
      ebenfalls vorgelegten Kalkulation wesentliche Kostenfaktoren verglichen. Sie hat dabei zutreffend festgestellt, dass sich die Personal- und Sachkosten von Antragsteller (BRK) und Beigeladener (Aicher) in vergleichbarem Rahmen bewegen, wobei der Antragsteller (BRK) etwas niedrigere Kosten aufweist. Die Beigeladene (Aicher) hat lediglich eine sehr geringe Gewinnspanne kalkuliert, während der Antragsteller (BRK) eine im Vergleich wesentliche höhere, aber immer noch niedrige, Gewinnspanne in seine Kalkulation einbezogen hat.


      Zentraler Unterschied zwischen der Kalkulation des Antragstellers und der Beigeladenen ist, dass die Beigeladene Einnahmen für ärztliche
      Leistungen, die zusätzlich über die GKV und die PKV abgerechnet werden können, preismindernd einkalkuliert hat, während die Antragstellerin
      dies nicht getan hat. Die Vergabeunterlagen enthalten keine zwingende Kalkulationsvorgabe, die einem preismindernden Einkalkulieren solcher
      Einnahmen entgegenstehen würde. Die Antragsgegnerin hat zudem geprüft, dass die Beigeladene ihre erwarteten Einnahmen für ärztliche Leistungen,
      die zusätzlich über die GKV und die PKV abgerechnet werden können, realistisch ermittelt hat. Sie hat dabei in nicht zu beanstandender
      Weise festgestellt, dass die Beigeladene sowohl bei der Anzahl der zu erwartenden Fälle als auch bei der durchschnittlichen Höhe der Vergütung
      Sicherheitsabschläge vorgenommen hat, die einen tatsächlichen Eintritt der kalkulierten Zahlen als sehr wahrscheinlich erscheinen lassen.


      Im Übrigen hat sich die Antragsgegnerin vergewissert, dass selbst im – völlig irrealen - Falle eines völligen Ausbleibens von Einnahmen aus
      ärztlichen Folgebehandlungen die Beigeladene aufgrund ihrer Umsatz- und Gewinnzahlen aller Voraussicht nach in der Lage wäre, den Auftrag
      dennoch durchzuführen, auch wenn ihre Kalkulation dann nicht mehr auskömmlich wäre. In diesem Zusammenhang hat die Antragsgegnerin
      berücksichtigt, dass die Beigeladene sich des unternehmerischen Risikos ihrer Kalkulation bewusst ist und einen eventuellen Verlust durch den
      Imagegewinn für das Unternehmen sowie für die Mitarbeitermotivation durch den Auftrag als Werbungskosten verbuchen würde. Diese Aussage der
      Beigeladenen erscheint aufgrund des tatsächlich sehr prestigeträchtigen Auftrags, der für die Beigeladene eine fast einzigartige Referenz für
      die Durchführung von Sanitätsdiensten auf Großveranstaltungen bedeuten würde, durchaus glaubhaft. Die diesbezügliche Annahme der Antragsgegnerin ist jedenfalls nicht beurteilungsfehlerhaft.
    • RolandW schrieb:

      die oft gestellte Frage, warum Aicher billiger sein konnte.
      Muss man sich dafür noch rechtfertigen? Wird echt Zeit, die Vetternwirtschaft nicht nur aus den Amtsstuben, sondern auch aus den Köpfen zu bekommen.
      Ich könnte diese Frage übrigens in einem Satz beantworten: Weil ein Privater keine Kindergärten, Pflegeeinrichtungen, Auslandshilfen und vor Allem: keine Armeen von Schlipsträgern mitfinanzieren muss. Er tut exakt das, was man von einem Rettungs- bzw jetzt eben auch mal von einem Sanitätsdienst erwartet..
      Avatar: RK Arnstadt 14/82-1 (Blanko: Chr2)
      Leitstelle Ilmkreis/Thüringen ID 27662

      Nein, Thüringen ist kein Entwicklungsland! Als ob sich hier was entwickeln würde...
    • marcee schrieb:

      Muss man sich dafür noch rechtfertigen? Wird echt Zeit, die Vetternwirtschaft nicht nur aus den Amtsstuben, sondern auch aus den Köpfen zu bekommen.
      :clap:
      Habe das Gefühl, dass sich das DRK / BRK schon zu lange mit einer ungesunden Selbstverständlichkeit in seiner "Führungsposition" sieht. In vielen Kreisen geht der Schuss langsam nach hinen los, da Standorte die man als "selbstverständlich schon in der Tasche" wusste / glaubte an andere HiOrgs vergeben wurden. Ich hoffe man zieht (zumindest in Bayern, an länderübreifendes Denken glaube ich in unserem Verein nicht :/ ) seine Lehren aus der Sache und versucht ein paar Dinge anzugehen.
    • Ich möchte in diesem Zusammenhang noch auf eine Sache aufmerksam machen, die ich auf der Seite der AAU gefunden habe und anonymisiert veröffentliche, um zu zeigen, dass es außerhalb der Führungsriege auch anders geht. Ich denke, die Zeilen sprechen für sich selbst.

      Kann auch jeder ohne Account lesen.

      facebook.com/manuel.schwarzenberger.1/posts/2189702174436217