Rettungshubschrauber

    • Hier noch ein paar Berichte aus der Pfalz...

      rth.info/news/news.php?id=1960
      rheinpfalz.de/lokal/artikel/di…ten-rettungshubschrauber/

      rheinpfalz.de/lokal/kirchheimb…eiler-stationiert-werden/

      rheinpfalz.de/lokal/kirchheimb…-in-den-donnersbergkreis/


      Ganz besonders nett finde ich ja:


      "Unterschlupf hat der geräumige Helikopter auf dem Gelände einer Baufirma im Gewerbepark, dem ehemaligen Militärflughafen, bekommen. Jene stellt unentgeltlich den Landeplatz, einen Hangar und einen Raum für die Besatzung zur Verfügung...

      ...„Die schweren Tore des Hangars, seit Jahrzehnten unbenutzt, haben wir noch nicht aufbekommen, die Motoren sind weg“, erläutert Korz. Deshalb werde seine Firma mit schwerem Gerät dieses Problem angehen."

      Ich frage mich ja, wie eine Betriebserlaubnis für einen Hubschrauber auf irgendeinem Firmengelände überhaupt erteilt erden kann?
    • Bereits im Juni hat die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega in Donauwörth die ersten beiden neuen Rettungshelikopter vom Typ Airbus H145 erhalten. Bis Mitte 2019 ersetzt sie ihre gesamte Mittellandflotte, bestehend aus sechs Rettungshelikoptern vom Typ Airbus Helicopters EC 145, mit dem Nachfolgemodell H145.

      Im Gegensatz zu ADAC und DRF hat die REGA ihre Maschinen mit einem Innenausbau der AEROLITE AG ausgestattet. Auch die seit 2015 bewährte Roll-in-Trage mit Gerätefixierung ist wieder an Bord. Die neuen H145 verfügen auch sonst umfangreiche Ausrüstung. Neben Searchlight (Trakkabeam), Winde und Wetterradar unter anderem auch über einen 4-Achsen-Autopilot, der dank modernster Avionik auch satellitengestützte Anflugverfahren äußerst präzise ausführen kann.

      aerobuzz.de/helikopter/die-reg…-beiden-h145-uebernommen/
    • Manu Schwarzenberger schrieb:

      Bis Mitte 2019 ersetzt sie ihre gesamte Mittellandflotte, bestehend aus sechs Rettungshelikoptern vom Typ Airbus Helicopters EC 145, mit dem Nachfolgemodell H145.
      Es werden sieben neue H145 sein aufgrund der steigenden Einsatzzahlen und dem zunehmenden Trainingsaufwand.
    • Leitessen schrieb:

      Der Air Rescue Pfalz, darf keine Primäreinsätze mehr fliegen.
      Noch heißt es "möglicherweise". Abgesehen davon scheint aber der Bedarf da zu sein, wenn du im Schnitt 1,5 mal am Tag alarmiert wirst. Aber von der AOK ist man ja nix anderes gewöhnt. Erstmal murren. Immer schön contra Versicherungsnehmer.
    • Manu Schwarzenberger schrieb:

      Noch heißt es "möglicherweise"
      Negativ, der Hubschruaber fliegt bereits keine Primäreinsätze mehr.

      Manu Schwarzenberger schrieb:

      Abgesehen davon scheint aber der Bedarf da zu sein, wenn du im Schnitt 1,5 mal am Tag alarmiert wirst
      Interessant, dass du das nur an den Alarmierungen fest machst! Wenn das denn wirklich so einfach wäre, könnte man sich ja diverse Gutachten sparen :)
      Völlig abstrus dies daran festzumachen. Nur weil dieser Hubschrauer durch die Leitstelle durch die Strategie "nächstgelegenes Rettungsmittel" alarmiert wird, heißt das noch lange nicht, dass ein anderer, offizieller RTH nicht freigewesen wäre. Man darf einem Ministerium auch manchmal glauben.

      Selbst wenn der Bedarf da wäre, wo kommen wir denn dahin, wenn irgendeine Organistaion ganz unoffiziell einfach einen RTH irgendwo stationiert, ohne das durch ein offizielles Vergabeverfahren laufen lassen? (Ja, ich weiß, dass der Hubschrauber eigentlich nur für Sekundärtransporte eines Klinikverbundes angeschafft wurde).
    • Hintensitzer schrieb:

      Völlig abstrus dies daran festzumachen. Nur weil dieser Hubschrauer durch die Leitstelle durch die Strategie "nächstgelegenes Rettungsmittel" alarmiert wird, heißt das noch lange nicht, dass ein anderer, offizieller RTH nicht freigewesen wäre. Man darf einem Ministerium auch manchmal glauben.
      Man muss endlich aufhören, den RTH als fliegenden RTW zu sehen. Das Rettungsmittel ist in erster Linie ein schneller Notarzt-Zubringer und in dieser Funktion ist die "Nächste-Fahrzeug-Strategie" bei einem signifikanten Zeitvorteil durchaus als Maßstab zu sehen. Zumindest in meinen Augen.
      Ob eine andere Schraube frei gewesen wäre und ob eine entsprechende Ausgangssituation für den Einsatz des RTH indiziert war, weiß nur die Leitstelle. Prüfen können wir das nicht. Dennoch sprechen - für mich - die Alarmierungszahlen schon eher pro JUH-Schraube. Spätestens dann, wenn er eine Nachtfluggenehmigung erhalten sollte. Aber diesbezüglich ist RLP ja genauso "rückständig" wie zum Beispiel BaWü oder andere Länder, in denen es kaum bis keine Nacht-RTH gibt.
    • Manu Schwarzenberger schrieb:

      Leitessen schrieb:

      Der Air Rescue Pfalz, darf keine Primäreinsätze mehr fliegen.
      Noch heißt es "möglicherweise". Abgesehen davon scheint aber der Bedarf da zu sein, wenn du im Schnitt 1,5 mal am Tag alarmiert wirst. Aber von der AOK ist man ja nix anderes gewöhnt. Erstmal murren. Immer schön contra Versicherungsnehmer.
      Ich finde, dass die AOK hier korrekt gehandelt hat. Hier wurde ein Rettungsmittel für very viel Moneten stationiert, dass niemand bestellt hat. Nun fliegt dieses Rettungsmittel, dass offiziell nur klinikinterne Sekundärtransporte zwischen den vier Klinikstandorten in einem Umkreis von ca. 30km abarbeiten soll (was alleine ja schon Schwachsinn ist), nun plötzlich (natürlich unerwartet) auch Primäreinsätze. Die örtlichen Rettungsdienstträger (sprich die Behörden) und die Kostenträger (sprich die Krankenkassen) haben alles Recht dieses zu kritisieren. Und warum? ...

      Manu Schwarzenberger schrieb:

      Ob eine andere Schraube frei gewesen wäre und ob eine entsprechende Ausgangssituation für den Einsatz des RTH indiziert war, weiß nur die Leitstelle. Prüfen können wir das nicht.
      ... Eben genau deshalb! Ein Einsatzdurchschnitt von 1,5 Einsätzen ist nicht viel. Die Frage die dabei im Raum steht, ob die anderen (und zuständigen) RTH (oder NEF) zu dem Zeitpunkt verfügbar waren? Sicher, wir (also User) können das nicht nachprüfen. Die Behörde allerdings schon! Denn wenn die zuständigen RTH einsatzbereit gewesen wären, dann ist das aus Sicht der Steuerzahler eine Katastrophe, die u.a. mit ihren Krankenkassenbeiträgen diese Rettungsmittel bezahlen. Nun kommt die JUH und fischt diese Gelder weg. Zusätzlich. Da die offiziellen RTH ja bereits durch einen Bedarfsplan bezahlt sind (Budget). Also kostet es zusätzlich Geld (auch Dein Geld). Und das ist falsch. Den Weg, den die JUH seit einigen Jahren geht, ist ja genau dieser, dass "ITH" für eine (semi-) öffentliche Aufgabe irgendwo stationiert werden und man so hofft, dass durch die (logischerweise) entstehenden Konfilkte sich ein Stück vom Kuchen sichern kann. Ich empfinde als Rettungsdienst-Profi schon irgendwo tiefe Scham, denn es erinnert mich irgendwo an mafiöse Strukturen. Das der offizielle Stationierungsgrund nur vorgeschoben war, war bei der Meldung zur Stationierung schon vor einigen Wochen klar (oder etwa nicht?).

      @Hintensitzer hat es Dir daher schon korrekt beschrieben.

      Manu Schwarzenberger schrieb:

      Das Rettungsmittel ist in erster Linie ein schneller Notarzt-Zubringer und in dieser Funktion ist die "Nächste-Fahrzeug-Strategie" bei einem signifikanten Zeitvorteil durchaus als Maßstab zu sehen. Zumindest in meinen Augen.
      Gemäß der Retterlogik hast Du da natürlich recht. Aber wenn man nur nach diesen Grundsätzen in Deutschland den Rettungsdienst organisieren möchte, dann öffnet das Tür und Tor für allmögliche Scharlatane und es kommt zur wilden Stationierung von Rettungsmitteln aller Art, vorbei an jedem Bedarfsplan, die so zusätzliche Kosten für den Beitragszahler verursachen. Und der Topf der Gesundheitsversorgung ist schon arg strapaziert. Auch wenn dieses mit (momentanen) Überschüssen nicht so aussieht. Du musst jedoch den demographischen Effekt in diese Rechnung mit einbeziehen. Und das macht mir Sorgen, wenn ich dabei an die möglichen Grenzen der monetären (Steuer-) Mittel denke. Dabei werden die Begriffe wie Priorisierung, Rationalisierung und Rationierung wie ein Damokles-Schwert über unseren (Steuerzahler-) Köpfen schweben. Und das Schwert hat sich in der Vergangenheit bereits bewegt und unsere Unbekümmertheit bereits beschnitten. Und das wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Auch der Rettungsdienst wird sich zukünfig immer mehr mit Effizienz beschäftigen müssen. Auch zu Recht, wie ich finde (und das sage ich als Retter, wie ich anmerken möchte!).

      Warum ist es nicht möglich Stationierungen über Bedarfspläne vorzunehmen? Ich kenne das Verhalten der AOK auch anders. Nämlich wenn die Behörde ihre Hausaufgaben gemacht hat. Sprich ihren Bedarfsplan korrekt, d.h. auf wissenschaftlicher Basis, erstellt hat. Dann stellen sich i.d.R. auch die Kostenträger nicht quer. Zahlen sind Fakten! Und nur die zählen bei der Umsetzung oder Anpassung von Bedarfsplänen. Das häufige empfinden von uns Rettern, dass irgendwas nicht richtig ist, das liegt ganz häufig daran, dass Bedarfspläne eben nicht korrekt umgesetzt werden (weil eine entsprechende Fachexpertise in der Behörde fehlt, die erst seit einiger Zeit in verschiedenen Studiengängen langsam ran wächst), oder auch, weil die gesetzlichen Grundlagen nicht optimal sind (wie das schlimmste aller Beispiele das Land Baden-Württemberg regelmäßig zeigt).

      Fazit: Also ein ganz klares nein! Du liegst in diesem Fall leider daneben, wie ich finde.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von RFSW () aus folgendem Grund: Rechtschreibung / Satzbau korrigiert.

    • Der nächste RTH wäre Christoph 16 aus Saarbrücken oder Christoph 5 aus Ludwigshafen. Natürlich ist es praktisch, wenn ein zusätzlicher RTH da ist, aber brauchen tut man ihn nicht, da im Bedarfsplan kein zusätzliches Luftrettungsmittel vorgesehen ist.
      Wie viele Intensivtransporte führt die Klinik pro Woche durch? Weiß jemand, ob und wie oft der Air Rescue Pfalz auch für Sekundärtransporte ohne Notarztbegleitung alarmiert wird?
    • Die Rheinland (Online, 06.11.2018) schrieb:

      Von dem aktuellen Streit um die Kostenerstattung bei Rettungsflügen sieht sich der Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums, Peter Förster, nicht unmittelbar betroffen. „Unser Vertrag mit den Johannitern ist davon nicht berührt. Wir haben im Jahr schätzungsweise fünf Patienten, die innerklinisch transportiert werden müssen, die Kosten für diese Transorte werden wir selbstverständlich übernehmen."
      Wow, wegen durchschnittlich 5 Patienten wird da ein ITH stationiert. Ja, das lohnt sich. Da bleibt quasi fast kein Platz dazwischen, um Primäreinsätze fliegen zu können. Eigentlich müsste die JUH zwei ITH da stationieren.

      Die Rheinland (Online, 06.11.2018) schrieb:


      Die AOK verweist auf Anfrage darauf, dass die momentane Situation „ohne jegliche Abstimmung außerhalb des üblichen Verfahrens“ zustande gekommen sei. Die Krankenkasse ist überzeugt, dass die innerklinischen Verlegungen nur ein Vorwand sind, „obwohl offensichtlich vorrangig Rettungseinsätze erfolgen“.
      Sag ich ja. Die AOK ist nicht so böse, wie manche immer meinen. Es geht um die Art und Weise, wie die Johanniter hier vorgehen. Und ja, recht haben sie. Bei fünf innerklinischen Verlegungseinsätzen pro Jahr muss betriebswirtschaftlich eine andere Motivation vorliegen.

      Die Rheinland (Online, 06.11.2018) schrieb:

      Außerdem könnten damit auch hochinfektiöse Patienten verlegt werden.
      Ach so, Ebola geht damit also. Na gut. Dann dürfen sie bleiben... :S